Coronavirus in Dresden angekommen

Coronavirus in Dresden angekommen

Zwei Dresdner sind wegen des Verdachts, am Coronavirus erkrankt zu sein, unter Hausarrest gestellt worden.

Da macht man sich natürlich so seine Gedanken. Denn so wie es jetzt aussieht, hat der Coronavirus das Potenzial, die Welt ins Chaos zu stürzen. Was ich aber nicht an den Dresdner Betroffenen festmachen möchte, sondern an dem, was gerade Weltweit passiert.

Droht eine weltweite Pandemie?

Fakt ist: Das Corona-Virus verbreitet sich rasant außerhalb der Grenzen Chinas und hat inzwischen mehr als dreißig weitere Länder erreicht. 

In Italien starben bis Sonntag drei Infizierte. Am Freitag ordneten die Behörden in zehn norditalienischen Städten die Schließung von Schulen, Behörden und sonstigen öffentlichen Gebäuden an. Auch Lebensmittelgeschäfte, Bars, Diskotheken sowie Sportzentren sollen in den betroffenen Orten für mindestens eine Woche geschlossen bleiben. Am Samstagabend wurde ein Dekret erlassen, dass es 53.000 Einwohnern der betroffenen Gebiete unter Androhung einer dreimonatigen Haftstrafe verbietet, ihre Orte zu verlassen. 

China hat mittlerweile die Bewegungsfreiheit von 760 Millionen Menschen eingeschränkt. In der chinesischen Provinz Hubei, dem Zentrum des Ausbruches, wurden diese Woche aus Krankenhäusern und Gefängnissen hunderte von Neuinfektionen gemeldet.

Schlechte Aussichten

Düster und ernst sind auch die Aussichten in allen anderen betroffenen Ländern, denn es gibt momentan weltweit nicht ein einziges, dessen Gesundheitssystem auf einen Patientenansturm von der Größenordnung dessen, was China erlebt, vorbereitet ist. 

EU stellt 232 Millionen Euro im Kampf gegen Coronavirus bereit

Die EU stellt jetzt zwar einen dicken Brocken Geld zur Verfügung, aber mit Geld allein lässt sich eine Pandemie nicht eindämmen. Und so rufen Vertreter der EU-Kommission zum kompromisslosen Handeln auf.

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sagte: „Da die Zahl der Fälle weiter steigt, hat die öffentliche Gesundheit oberste Priorität.“ ……..  „Ob es darum geht, die Bereitschaft in Europa, in China oder anderswo zu erhöhen, die internationale Gemeinschaft muss zusammenarbeiten. Europa wird eine führende Rolle spielen.“

https://ec.europa.eu/germany/news/20200224kampf-gegen-coronavirus_de

Wirtschaftliche Folgen des Coronavirus

Mehr als ernst sind vor allem auch die wirtschaftlichen Aussichten für die arbeitenden Menschen in aller Welt. Der Stillstand in China wird sich in den kommenden Wochen rund um den Erdball durch Unterbrechungen in den Handels- und Lieferketten stark bemerkbar machen. Die Globalisierung der vergangenen Jahrzehnte, die zu einer engen länderübergreifenden Verzahnung aller wirtschaftlichen Prozesse geführt hat, wird dramatische Auswirkungen haben. Ganze Industrien werden Nachschub-Probleme bekommen und darauf mit Kurzarbeit und Entlassungen reagieren müssen. Gleichzeitig kann man jetzt schon damit rechnen, dass der durch die Lieferengpässe entstehende Rückgang des Angebots bei gleichbleibender Nachfrage in vielen Bereichen zu Preiserhöhungen führen wird. 

Wenn das passiert ist, können auch die Sozialsysteme ganz schnell zusammenbrechen. Es ist zwar möglich mehr Geld zu drucken und formal mehr auszuzahlen. Aber das heizt die Inflation noch weiter an.

Zudem muss man davon ausgehen, dass Großinvestoren versuchen werden, von der Krise zu profitieren, indem sie große Mengen von Waren einkaufen und so das ohnehin rückläufige Angebot zusätzlich verknappen, um die Waren anschließend zu überhöhten Preisen anzubieten. 

Folgen werden heruntergespielt

Statt zu warnen, spielen die Staaten die Gefahren herunter und informieren die Öffentlichkeit nur unzureichend oder irreführend. So wurden in China in der vergangenen Woche zum fünften Mal die Kriterien verändert, nach denen die offiziellen Statistiken zum Covid-19-Krankheitsverlauf erstellt werden.

Was kann man tun?

Gibt es die Möglichkeit, sich zu schützen? Ja, und das in mehrfacher Hinsicht. Angesichts der medizinischen Bedrohung ist es zurzeit absolut sinnvoll, sich durch den Kauf von Gesichtsschutzmasken und Handdesinfektionsmitteln, sowie das Anlegen von Lebensmittelvorräten auf eine mögliche längere Quarantänezeit vorzubereiten. Da ein Großteil der bei uns gehandelten Medikamente aus China kommt und mit Engpässen und Lieferausfällen zu rechnen ist, sollten chronisch Kranke sich umgehend mit lebenswichtigen Medikamenten versorgen.

Weil im Fall eines Crashs mit einer vorübergehenden Schließung der Banken zu rechnen ist (man denke nur zurück an Griechenland und Zypern), empfiehlt es sich, einen gewissen Vorrat an Bargeld zu halten. Zur Absicherung der eigenen Ersparnisse empfiehlt es sich, auf Gold zu setzen, dessen Preis schon seit einigen Wochen trotz aller Manipulation durch die Finanzindustrie steigt. Um im Alltag auf eine Geldentwertung vorbereitet zu sein, empfiehlt es sich, zum Beispiel Silbermünzen vorzuhalten. 

Vernetzt Euch – baut Beziehungen auf

Vor allem ist es wichtig, sich sozial zu vernetzen, um im Notfall nicht allein dazustehen. Wer isoliert vor sich hin lebt, wird es erheblich schwerer haben, die kommende und mit Sicherheit schwierige Zeit zumindest einigermaßen unbeschadet zu überstehen. Freund und Familie waren in allen Krisen die besten Helfer in der Not.

Ist das, was ich da beschreibe übertrieben? Handelt es sich dabei um Panikmache?

Nein, ganz sicher nicht! Denn das, was uns bevorsteht, ist beispiellos. Die Spanische Grippe zum Beispiel, mit der die Corona-Pandemie häufig verglichen wird, hat sich in einer Zeit ereignet, in der noch lokal und regional produziert wurde, in der es keinen Flugverkehr gab und die Menschen nur selten verreist sind.

Heute wird Global gehandelt. Und nicht nur Waren, sondern auch Krankheiten werden in Rekordzeit verbreitet. Wenn schon Waren an keiner Grenze aufzuhalten sind, was ist dann mit Vieren? Und beim Coronavirus ist es außerdem noch so, das der Anfangs noch nicht mal nachweisbar ist!

Sicher ist der medizinische Fortschritt nicht zu unterschätzen. Aber bisher gibt es keinen Impfstoff. Und wenn es einen gibt, ist der auch nicht auf die Schnelle für alle zu haben. Und was passiert wenn der Virus mutiert?

All diese Fragen sind momentan nicht zu klären. Um so wichtiger ist es, vorbereitet zu sein!

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