Der Wahnsinn – Ski Weltcup in Dresden

Ski Weltcup in Dresden

Ökologischer und ökonomischer Wahnsinn – Ein Ski Weltcup in Dresden

An den Anfang dieses Artikels möchte ich das Statement zum Ski Weltcup in Dresden von OB Hilbert stellen.

Statement Oberbürgermeister Dirk Hilbert
„Was kann man sich als Stadt mehr wünschen, als sich international von seiner Schokoladenseite zu zeigen? Einen schöneren Streckenverlauf kann man sich nicht vorstellen. Wir versprechen uns nicht nur schöne Bilder von dem Event, sondern dass das Konzept konkret die skisportverrückten Nationen begeistert, nach Dresden kommen. Ich bin der Meinung, das ist für den Tourismus gut angelegtes Geld. Wenn man sich den touristischen Ablauf des Jahres ansieht, haben wir von Ostern bis Oktober und in der Weihnachtszeit sowie zum Jahreswechsel touristische Hochsaison. Wir haben uns immer mit dem Jahresanfang schwer getan, daher ist es umso schöner, nun ein Konzept zu haben, dass in diesem Zeitraum einen Höhepunkt bildet und Dresden schön in Szene setzt“, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert im Rahmen der Pressekonferenz.

Was der Herr Oberbürgermeister nicht erwähnt: Mit dieser Veranstaltung macht sich Dresden in Sachen Umwelt- und Klimaschutz komplett unglaubwürdig. Mit dem Ski Weltcup in Dresden werden wertvolle Ressourcen sinnlos verschleudert und die Umwelt hochgradig verschmutzt. Aber nicht nur das. Das Geld was bei dieser Veranstaltung ausgegeben wird, fehlt an anderer Stelle. Zum Beispiel in Kindergärten, bei der Kulturförderung, und natürlich auch beim Umweltschutz.

Sport und Umweltschutz passen im Wintersport schon lange nicht mehr zusammen. Das beweisen schon die vielen Schneekanonen die jedes Jahr eingesetzt werden müssen um Schneepisten zu bauen. Schneekanonen sind extreme Wasser und Energiefresser. Im Schnitt kostet der Kunstschnee 3 bis 5 Euro pro Kubikmeter. Und um so wärmer es ist, um so teurer wird der Spaß.

Beim Ski Weltcup in Dresden ist der Skisport auch nur der Aufhänger, um Werbung teuer zu verkaufen. Deshalb wird alles getan um das “Event” stattfinden zu lassen. So heißt es auf der Homepage:

Unsere Sponsoren-Pakete

Die Möglichkeiten, den FIS Skiweltcup in Dresden für Ihre eigenen Kommunikationsziele zu nutzen, sind vielfältig. Durch die Einbettung des Skiweltcup Dresden in die Wintersport-Übertragungen von ARD oder ZDF sowie Eurosport erreichen Sie ein Millionen-Publikum. Aber – nicht nur in Deutschland, sondern auch in Skandinavien, Mitteleuropa, Asien und Nordamerika. Neben den TV-relevanten Werbe-Flächen halten wir auch regionale Pakete für Sie bereit. Wichtig vor allem – wir wollen mit Ihnen Ihre Marke dabei für die Menschen erlebbar machen, und gestalten mit Ihnen gemeinsam kreative Aktivierungs-Ideen.

Natürlich können zahlungskräftige Kunden dann auch Firmen Events buchen und das “Skiweltcup VIP-Areal als exklusive Tagungsstätte” buchen.

Mit Sport hat das ganze praktisch gar nichts zu tun. Der Sport wird missbraucht, die Sportler sind die modernen Gladiatoren die das Volk unterhalten und ablenken sollen. Der Ski-Sport ist, genau wie der Fußball, nur eine Nebensache die man benutzt.

Nun gibt es ja noch das Argument der Sportförderung. Die Sportförderung muss den Sport und die Athleten fördern. Und genau das passiert beim Ski Weltcup in Dresden nicht. Weder der Sport noch die Athleten profitieren von dieser Veranstaltung, die nur dem Eigennutz dient. Der Weltcup hätte jederzeit auch ohne Dresden stattfinden können, man hat ihn einfach als Geschäft und Werbung gekauft.

Ab Donnerstag muss übrigens mit etwas Regen gerechnet werden. Die Tageshöchsttemperaturen liegen dann laut Vorhersage für Dresden bei etwa 8 Grad. Da taut der Schnee super schnell weg.

%d Bloggern gefällt das: