Die Lüge vom Fachkräftemangel (Mit Video)

„Ingenieursmangel! Ärztemangel! Zu wenig IT-Spezialisten!” Das sind tägliche Schlagzeilen. „Der Arbeitsmarktreport” deckt die Hintergründe des beklagten Fachkräftemangels auf. Der Hilferuf soll von wichtigen Problemen ablenken –  Lohndumping und Arbeitslosigkeit.

Lüge vom Fachkräftemangel b

Die Lobbyverbände der Wirtschaft, die zusammen mit den Politikern und der Bundesagentur für Arbeit den Arbeitskräftemarkt in Deutschland gestalten treiben ein schlimmes Spiel. Lobbyverbände setzen sich vehement dafür ein, ausländische Fachkräfte ins Land zu holen. So wie zum Beispiel der Verein Deutscher Ingenieure (VDI).

Ingenieure selbst sind es, die dem Verein vorwerfen, er lasse sich von Unternehmen instrumentalisieren und drücke das Mindestgehalt. Weil der Ingenieursverband regelmäßig mit Horror-Zahlen aufwartet, hat man den Ingenieursberuf zum Mangelberuf erster Klasse erklärt und erlaubt Unternehmen jetzt, hochqualifizierte ausländische Fachkräfte einzustellen, zu einem Mindestlohn von 32.500 Euro im Jahr. Früher lag diese Grenze bei 66.000 Euro.

Mit Blue Card und europäischer Freizügigkeit sollen Fachkräfte aus Spanien, Griechenland, Rumänien und Bulgarien auf den deutschen Arbeitsmarkt strömen. Offene Stellen ohne Bewerber? Tatsächlich kommen derzeit sechs passende Bewerber auf ein Jobangebot.

So sorgen Unternehmer also bewusst für ein Überangebot an Fachkräften, um trotz anziehender Konjunktur geringere Löhne zahlen zu können. Am Ende stellt sich der behauptete Fachkräftemangel als Strategie dar, wie Politik und Wirtschaft auf den Arbeitsmarkt druck ausüben um die inländischen Löhne zu drücken.

Es gibt keinen Mangel an Fachkräften, es gibt einen Mangel an Respekt vor der geleisteten Arbeit und den Menschen.

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