Heimat

Was ist Heimat?

Für mich sind das die Orte meiner Jugend, die alte Schule, der Weg durch den Wald den ich immer gegangen bin. Der Hermsdorfer Park mit dem Schlossteich in dem wir im Sommer gebadet haben. Das Seifersdorfer Tal wo ich mit meinem Bruder immer Pilze gesammelt habe.

Sonnenwendfeier in Grünberg

Doch irgendwann musste ich gehen. Es war zum Glück nicht sehr weit weg. Ich habe die Orte meiner Kindheit vermisst. Aber ich kann jeder Zeit dahin zurück kommen.

Anders war es bei meiner Oma. Sie hatte Ihre Heimat für immer verloren, sie wurde vertrieben, aus ihrem geliebten Königsberg. Sie konnte die Orte Ihrer Jugend nie mehr besuchen und hat bis zu ihrem Tod bitterlich darüber geweint.

Wenn ich mir vorstelle, das ich die Orte meiner Jugend nicht mehr wiedersehen kann, werde ich ganz still. Das wäre für mich eine Katastrophe.

Und wenn ich dann sehe was unsere Regierung macht, wenn diese Regierung ohne Skrupel hilft Menschen zu vertreiben, dann kommt mir das kotzen.

Das größte Verbrechen nach Mord ist die Vertreibung durch Menschen von Menschen. Egal ob durch Gewalt oder Verlockungen.

Deshalb entstand das Gedicht mein Heimatort.

Mein Heimatort

Ich hab nen tollen Heimatort
Ein Plätzchen lieb und vertraut
Oft hab ich von den Höhen dort
Ins Tal hinab geschaut

Dann gehen musst ich von daheim
Und in die Ferne zieh`n
Wenn ich wieder kehr dort ein
Dann steig ich auf die Höhn.

Wenn ich die roten Dächer seh`
und`s grüßt mich Strauch und Baum,
Die Straßen winken zu mir her
Es ist, als wär`s ein Traum.

Wenn ich dann zu den Straßen geh`
Und`s grüßt mich jedes Haus,
Dann ist im Herzen tief das weh`
Und niemals kommt`s heraus

Du meine Heimat, einst mein Glück,
Und Du mein Vaterhaus,
Ich kehr so gern zu euch zurück
Nach all den Stürmen draußen

In Euren Mauern will ich ruhn`
Ruhn von dem wandern aus.
Denn lockend wie die Heimat ruft
Ruft da mein Vaterhaus.

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