Keine Angst vor der Zukunft

Traurig steht es um die Seele, die sich um die Zukunft ängstigt und unglücklich vor dem Unglück ist und voll Besorgnis, ob das, woran sie ihre Freude hat, auch bis zuletzt Bestand haben wird: denn niemals wird sie zu voller Ruhe kommen und wird in Erwartung des Kommenden das Gegenwärtige, das sie genießen konnte, verlieren.

Lucius Annaeus Seneca

(ca. 4 v. Chr. – 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 – 68)

Viele Dinge können uns Angst vor der Zukunft machen. Besonders dann, wenn in unserer unmittelbaren Umgebung ein Unglück geschieht, reagieren wir mit Ängsten. Als mein Vater starb konnte ich tagelang nicht schlafen. Weil ich Angst hatte, das ich am nächsten Morgen nicht mehr aufwache. Das war natürlich irrational. Und als ich mir vergegenwärtigt habe, das es einfach ein irres Verhalten von mir war, konnte ich auch wieder gut schlafen.

Es gibt vieles was uns Angst machen soll. Und unsere Medien mit ihren ständig schlechten Nachrichten versuchen uns ständig in Panik zu versetzen. Wir sollen Angst vor der Zukunft haben. Wegen zu viel C0², Kriminalität, zu viel Fleisch, sogenannten Rechten, sogenannten Linken, dem Wetter, zu viel Autoverkehr, zu vielen Bäumen, Hunden und Katzen und natürlich Ausländern.

Wir können uns auf diese Ängste einlassen. Doch was passiert dann?

Angst macht Stress und lähmt uns. Wir schlafen unruhig und reagieren ohne zu überlegen aus einem Angstreflex heraus. Wir kommen in Panik. Und in Panik verletzen wir Andere, die sich dann aus Panik auch wehren. Wir bringen einen Mechanismus des Krieges in Gang.

Und Krieg zerstört nicht nur uns, sondern alles.

Deshalb sorge Dich nicht, sondern Lebe. Und überlege bevor Du in Panik gerätst.

Die Angst vor dem Leben

Aus der Angst heraus auf die unterschiedlichsten Situationen zu reagieren fühlen wir uns ihnen hoffnungslos ausgeliefert und als Sklaven der Umstände.

Wenn die Angst vor dem Leben die Oberhand gewinnt, verlieren wir den Draht zu uns selbst und lassen zu, dass wir aufgrund dessen unsere Träume und Hoffnungen nicht verwirklichen. Denn die Angst ist eine Energie, die unsere gesamte Willenskraft lähmt.

„Die Liebe verscheucht Angst und die Angst verscheucht ebenfalls die Liebe. Und die Angst vertreibt nicht nur die Liebe, sondern auch die Intelligenz, die Güte, all das Denken an Schönheit und Wahrheit, und was zurückbleibt, ist die blanke Hoffnungslosigkeit. Und am Ende wird die Angst dem Menschen die Menschlichkeit an sich nehmen.“

Aldous Huxley

Das Leben kann so schön sein, wenn man keine Angst vor dem Leben hat und Angst mit Liebe tauscht.

Die eigenen Erfahrungen bestimmen immer ein Stück weit unser Leben, damit wir nötige Lernprozesse erfahren, dank denen wir all das genießen können, was uns im Leben begegnet.

Wir können nicht kontrollieren, was in unserem Umfeld geschieht, doch wir können selbst bestimmen, wie wir auf verschiedene Situationen, in die wir geraten, reagieren.

Wenn wir das verstanden haben, dieses Denken in unseren Alltag einbauen und uns jedem einzelnen Schritt auf unserem Lebensweg stellen, sind wir empfänglicher, um zu lieben und unsere Träume zu verwirklichen. Wir sind unseres eigenes Glückes Schmied und für unseren eigenen Lebensweg verantwortlich. Und unseren Weg sollten wir genießen.

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