Menschen und Affen ins (Ab-)Gas

Menschen und Affen ins (Ab-)Gas

Ekelhaft: Autokonzerne schicken Menschen und Affen ins (Ab-)Gas

Es ist erstaunlich welche  „Menschen“  in unserer Gesellschaft als „Eliten“ bezeichnet werden. Der Herausgeber des Handelsblatts, Gabor Steingart, nennt die Tests an Affen und Menschen und die damit einhergehende Kommentierung bzw. Ignoranz bei Wissenschaftlern, Wirtschaftsführern und Politikern eine „Elitenverwahrlosung“.  Doch der Begriff „Elitenverwahrlosung“ ist zu harmlos. Gesindel trifft es viel besser. Nur Gesindel schickt Menschen und Affen ins (Ab-)Gas!

Warum schickt man Menschen und Affen ins (Ab-)Gas?

Zehn Affen mussten stundenlang giftige Abgase einatmen, während die Forscher ihre Testgeräte studierten. Die Affen durften zur Beruhigung Zeichentrickfilme schauen. Auch Versuche an Menschen sollen deutsche Autokonzerne mitfinanziert haben. Die Autokonzerne wollten mit den Tests beweisen, das Dieselautos doch keine Umweltverschmutzer sind.

Affen und Menschen wurden laut Zeitungsberichten bei Abgas-versuchen dem Reizgas Stickstoffdioxid (NO2) ausgesetzt. Hinter den Tests steht die „Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor“ (EUGT). Diese ist 2007 von den Konzernen Daimler, VW, BMW und dem Autozulieferer Bosch gegründet worden.

Ethik? Gewissen? Moral? Fehlanzeige!

Nun denke ich mir so, das derartige Verbrechen auch Konsequenzen haben müssen. Aber darauf können wir lange warten. Denn die, die diese Konsequenzen am lautesten fordern, stecken selbst ganz tief im Dreck. Die Frage ist: Warum wird der Skandal JETZT so hochgespielt?

Ich glaube, das der Skandal so hoch gespielt wird, weil man indirekt einen Werbeeffekt für die Autokonzerne hat. Die Menschen leben noch und die Affen haben den Test offensichtlich auch überlebt. VW lässt gerade nach den Affen suchen und wird uns die Tiere sicher Zeitnah präsentieren. Unterbewusst sagt man uns damit; es ist alles in Ordnung, gehen sie weiter, der Diesel ist doch nicht so gefährlich.

Wenn VW jetzt noch für die geschundenen Affen die Patenschaft übernimmt und in der Autostadt Wolfsburg ein Gehege einrichtet, werden auch die letzten Zweifler verstummen, denn es ist ja alles wieder in Ordnung. Der Diesel ist sauber und das Image wieder hergestellt. So funktioniert PR bzw. Propaganda.

Deshalb schickte man Menschen und Affen ins (Ab-)Gas

Moralisch ist das natürlich falsch, aber für das Gesindel (Elite) ist das Ziel erreicht. Und die wichtigsten Leute wussten Bescheid.

Nachweislich war beispielsweise der VW-Oberlobbyist in Berlin, Thomas Steg, bereits im Jahr 2013 über die von seinem Unternehmen mitfinanzierten Tierversuche an Affen informiert. Die VW-Rechtsabteilung hatte dem Versuch – der zur Reinwaschung der Dieseltechnologie gedacht war – ausdrücklich zugestimmt. Steg erhob keine Einwände gegen die versuchte Vergiftung der Affen.

Auch die Politik weiß schon lange Bescheid. Denn schon vor 16 Monaten tagte der Diesel-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages. Am 8. September 2016, so steht es in dem 88-seitigen Protokoll, das dem Handelsblatt vorliegt, berichteten zwei Experten über Tierexperimente im Zusammenhang mit den Abgasuntersuchungen der Autoindustrie.

Einer der “Experten” war Helmut Greim, einst Inhaber des Lehrstuhls für Toxikologie und Umwelthygiene an der Technischen Universität München und Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zum „Schutz des Menschen und der Umwelt“. Im Juni 2015 überreichte ihm SPD-Bundesumweltministerin Barbara Hendricks das Große Verdienstkreuz mit Stern.

Greim machte vor dem Ausschuss seinem Ruf als industrienaher Wissenschaftler alle Ehre. Die angebliche Dieselaffäre halte er für gar nicht so schwerwiegend, sagte er. Tenor:

Die Dieselabgase seien besser als ihr Ruf. Greim begründete seine Einschätzung mit dem verräterischen Satz: „Das ist unsere Information aus Tierversuchen.“

Auch von den Versuchen an Menschen berichtete der Mann:

Ja, man habe auch an Artgenossen der Politiker geforscht, wie sich das Einatmen von Stickstoffdioxid auswirke, scherzte er: „Das sind natürlich Kurzzeitexpositionen“, belehrte er die Abgeordneten, „weil man ja nicht absichtlich Leute mit verschiedenen Konzentrationen lange exponieren kann.“

Von den anwesenden Politikern aus CDU, SPD, Grünen und Linken hatte keiner eine Nachfrage. Die gespielte Empörung wurde aber jetzt nachgereicht. Im Video unten könnt ihr auch einige der Heuchler sehen. Den Aktienkursen der beteiligten Unternehmen hat der Skandal bisher auch nicht geschadet. Leider…

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