Ski Welt-Cup in Dresden-In der Sächsischen Zeitung wird schöngerechnet

Ski Welt-Cup in Dresden

Wie der Ski Welt-Cup in Dresden schön geredet wird

Die Sächsische Zeitung hat heute eine sehr positive Bilanz des Ski Welt-Cup in Dresden gezogen. Unter dem Motto “Dieser Weltcup ist ein Gewinn” kommentierte Redakteurin Juliane Richter

Der Schnee hielt, doch viele Bedenken schmolzen: Der erste Skiweltcup sendet ein tolles Bild von Dresden in die Welt hinaus. Warum auch eine künftige Förderung gut angelegtes Geld ist.

Ich finde die ganze Argumentation im Artikel Falsch und Fadenscheinig.

Die Ökobilanz des Ski Welt-Cup in Dresden ist “weniger schlimm”?

“Kunstschnee …. ist mittlerweile gängige Praxis im Weltcupgeschehen. “

Das ist leider richtig und ein wichtiger Grund mehr diesen Zirkus zu beenden. Doch Redakteurin Juliane Richter findet das dann nicht soooo schlimm.

Die finanzielle Bilanz des Ski Welt-Cup in Dresden

Das zweite ist natürlich die finanzielle Bilanz. Zwar ist der SZ-Artikel nur ein Kommentar, aber ich denke auch für einen Kommentar können Zahlen sehr nützlich sein. Und oftmals reichen zwei drei Anrufe um etwas mehr raus zu bekommen. Dann noch die richtigen Fragen stellen und es gibt auch aufschlussreiche Zahlen.

Doch Frau Richter macht es sich dann lieber doch leicht. Ihr Kommentar:

“Auch die finanzielle Bilanz des Weltcups steht noch aus. Zwar wurden alle Tickets verkauft, doch der Veranstalter muss mehr als 100 000 Euro Preisgelder selbst aufbringen.”

Nach meinen Recherchen zur finanziellen Bilanz des Ski Welt-Cup in Dresden stehen jetzt schon 1,2 Millionen Euro für die Stadt bis Freitag (03.01.18) zu Buche. Absperrungen zum Beispiel, Polizei, Müllabfuhr, Wasser, Energie usw. Die werden aber meistens gar nicht offiziell angegeben, sondern den Ämtern aus dem laufenden Haushalt gebucht. Zum Beispiel beim Straßen- und Tiefbauamt, wo es dann für die Sanierung der Straßen fehlt. Gutachten zur Umweltbilanz bezahlt das Umweltamt usw.

Ehrlich gesagt sehe ich nicht ein, das der Steuerzahler ein privates Unternehmen Namens Ski-Weltcup finanziert. Das Unternehmen Ski-Weltcup verkauft weltweit Werbung und sackt sich die Gewinne ein. Und die Stadt darf dann auf Kosten der Steuerzahler den Müll wegschaffen. Das ist Irre. (Und weil ich sogleich das Fußball-Argument im Sturmschritt anlaufen höre: Für den Profifußball sollte das gleiche gelten. Das ist aber nicht Thema diese Artikels.)

Anstatt auf diese miese Bilanz hinzuweisen, kommt die Redakteurin Frau Richter noch auf eine andere scharfe Idee und suggeriert, das Die Stadt Dresden auch noch einen Preis sponsern soll:

Zwar wurden alle Tickets verkauft, doch der Veranstalter muss mehr als 100  000 Euro Preisgelder selbst aufbringen.

Ich finde: Wenn ein Veranstalter Preisgelder ausgibt, soll er die gefälligst auch bezahlen. Punkt

Es wäre echt schön, das eine Zeitung wie die SZ , die sich gerne rühmt, investigativen Journalismus zu machen, das auch seriös recherchiert.

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