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Wenn ist was ist und Regeln Regeln sind

Wenn ist was ist und Regeln Regeln sind

Jedes Spiel hat seine Regeln. Und wenn diese gelten, dann heißt es in kritischen Momenten: Es ist, wie es ist. Doch was geschieht, wenn klar wird, dass weder das Spiel endet und auch dessen Regeln bleiben?

Dann ist es anders, aber, und damit können sich viele nicht abfinden, es ist trotzdem, wie es ist. Auch wenn das Spiel nicht mehr gespielt wird. Denn die Verhältnisse, so wie wir sie vorfinden, sind, wie sie sind.

Wem das zu einfach ist, der hat sich bereits einen Vorsprung erarbeitet, weil sich das Lamento über den Verlust der Gewissheiten auf das Vergangene konzentriert. Doch das ist verlorene Zeit.

Es stellt sich dann die Frage, ob, angesichts der veränderten Situation, alles, was bisher galt, über Bord geworfen werden muss, weil jetzt alles anders wird? Oder, ob es nicht ratsam ist, das, was sich bewährt hat, zu erhalten und mit in die neue Zeit zu nehmen? Und das, was nicht mehr in die erwünschte Zukunft passt, stattdessen in die historischen Archive zu verfrachten? Darum nämlich geht es fast immer. Es bleibt niemandem erspart, die Welt, die sich vor uns ausbreitet, selbst mit gestalten zu wollen oder sich dem zu ergeben, was anscheinend nicht mehr zu ändern ist.

Du-bist-die-Veraenderung
Du-bist-die-Veraenderung

Da gibt es die Vorstellung, dass Fortschritt immer das Allheilmittel ist und das Bewahren eine einfältige Nostalgie. Oder eben anders herum. Alles, was da kommt und unbekannt ist, sei des Teufels und alles, was auf dem großen Müllhaufen der menschlichen Existenz liegt, müsse gerettet werden.

Beide Positionen, exklusiv für sich, sind nicht hilfreich und bestenfalls naiv. Sie führen beide ins Verderben. Wichtig ist und bleibt, sich dessen bewusst zu sein, dass Menschen die menschliche Geschichte machen. Und was Menschen tun, kann vom Menschen verändert werden. Also müssen Menschen auch die Entscheidung darüber treffen, wie sie das, was vor ihnen liegt, gestalten wollen. Subjekt – Objekt, dieses Begriffspaar, ist der Kompass, an dem wir uns orientieren müssen. Und wenn wir Subjekte bleiben und nicht zu hybriden Monstren werden wollen, müssen wir selbst bestimmen, wohin die Reise gehen soll.

Was wollen wir in die neue Zeit mitnehmen, und was wollen wir zurücklassen?

Das ist die Frage, der wir uns stellen müssen, wenn wir an einem Punkt angelangt sind, an dem wir uns die Ruhe erlauben, das Dasein noch einmal von einem bestimmten Punkt aus zu überdenken. Dieser Zeitpunkt ist nun gekommen. Wir sollten den Zeitpunkt nutzen, zu entscheiden, ob die zukünftige Geschichtsschreibung von uns als Täter, also als Gestalter oder als Opfer, willigen Sklaven, berichten wird. Wer sich nicht entscheidet, und alles so weiter laufen lässt, wie es sich momentan entwickelt, hat sich für die Kategorie Sklave entschieden und damit – sein letztes Kapitel selbst geschrieben.

Man schafft niemals Veränderung indem man das alte bekämpft!

Und für alle, die das mit dem Täter im Sinne von Gestalter ernst meinen, bricht eine spannende Zeit an! Diese gekommene Zeit verlangt: Wachsamkeit ob des Geschehenen, die Entwicklung einer Vorstellung davon, wie das Zukünftige aussehen soll und ein Plan davon, wie das Angestrebte erreicht werden kann und soll. Das wird nicht einfach. Und es wird unbequem, fordernd, aber auch inspirierend.

Die Zeit in der wir uns befinden ist ein Wendepunkt. Die Dinge wurden in den letzten dreißig Jahre soweit vorangetrieben, das sie jetzt ihre Wirkung entfalten.

Die Dinge ändern sich auf zweierlei Weise

Die Dinge ändern sich auf zweierlei Weise. Erst schleichend, dann ganz plötzlich. Das gilt im kleinen, genauso wie bei großen Systemänderungen.

Wer standhalten will, darf nicht in Panik erstarren. Und manchmal, schrieb Walter Benjamin, kann Revolution auch bedeuten, die Notbremse zu ziehen.

Wer sich nun fragt, wie das alles zusammenpasst, der hat die Schwelle zum Nachdenken über die Zukunft bereits überschritten. Und wer darüber nachdenkt, handelt dann auch. Bewahren wir ruhe! Aber nicht zu lange. Besinnen wir uns unserer Kraft und handeln entsprechend. Selbst in Stein Gemeißeltes kann geändert werden.

Lasset uns am Alten, so es gut ist halten, aber auf dem alten Grund, neues schaffen jedes Stund.

https://lasno.de/vom-alten-zum-neuen/
Lasset uns am Alten,  so es gut ist halten, aber auf dem alten Grund, neues schaffen jedes Stund.
Lasset uns am Alten

Halten wir an dem fest was uns wichtig und gut erscheint. Aber ändern wir das, was uns stört und was wir besser machen können. Dann steht einer guten Zukunft nichts im Weg. Auch wenn es zur Zeit nicht danach aussieht!

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