Hermann Krone – Ein Dresdner erfindet die Fotografie

Bei meinem letzten Spaziergang Richtung Laubegaster Ufer an die Elbe habe ich ein beeindruckendes Wandbild entdeckt. Es stellt den Dresdner Hermann Krone dar.

Das Wandbild, übrigens gemalt von Spike in Dresden, finde ich nicht nur auf Grund des Stiles sehr gelungen, sondern auch weil es zeigt was ein Graffiti alles kann. 

Ich glaube, Hermann Krone hätte das Bild auch sehr gut gefallen. Zumal es ganz sicher schon hunderte male fotografiert wurde.

Was macht Hermann Krone so besonders?

Am 23. September 1853 startete Hermann Krone seine erste photographische Landschaftstour durch die Sächsisch- Böhmische Schweiz.

„So oft ich seit dem Herbst 1849 in den darauf folgenden Jahren die sächsisch- böhmische Schweiz durchstreifte”, schrieb er in seinen 1880/81 veröffentlichten Erinnerungen, „immer wieder von Neuem und immer reger lebte in mir der Gedanke auf, diese herrlichen Felsen- und Waldlandschaften photographisch abzubilden”.

Die Entwicklung der Kollodium- Photographie durch den Engländer Frederick Scott Archer, über die er sich „gegen gutes Honorar von bestunterrichteter Seite” informieren ließ, ermöglichte sein Vorhaben. Im Ergebnis dieser Tour entstand ein „Photographisches Album der Sächsischen Schweiz” mit 37 Salzpapierabzügen.

In ästhetischer Hinsicht stellte sich der Landschaftsphotograph Hermann Krone, der die Metapher vom „Malen mit Licht” gebrauchte, in die Bildtradition vorangegangener Landschaftsmaler. Am Beginn des reichhaltigen Bildschaffens stand neun Jahrzehnte vor Krone der Schweizer Landschaftsmaler Adrian Zingg, welcher die höfischen Darstellungsformen eines Thiele und Canaletto ablöste. Sein Schüler Carl August Richter gab mit seinem Sohn Ludwig 1820 „70 Mahlerische An- und Aussichten der Umgegend von Dresden” heraus.

Hermann Krone war ein Perfektionist. Aber er vergaß auch nicht das Geschäftliche.

Viele Künstler betrieben in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Felstälern Naturstudien. Die Bilder die daraus entstanden, wurden dann in großen Stückzahlen vervielfältigt und für die zahlreicher werdenden Ausflügler ein schönes Souvenir.

Die Künstler hatten über Jahrzehnte Erfahrungen gesammelt, welche Standorte, Felsformationen und Aussichten die Aufmerksamkeit des Publikums fanden. Krone übernahm diese Erfahrungen für seine Landschaftsphotographie. Bei der Zusammenstellung seiner „Malerischen Reisebilder”  hat er dann das Wissen der anderen Maler und Grafiker genutzt, indem er um ein größeres Mittelbild kleinere Abbildungen gruppierte.

Hermann Krone folgte im wesentlichen den Wegen dieser Künstler. Er suchte das Bekannte und für den Reisenden Sehenswerte, konzentrierte sich bei seiner Tour auf die „Hauptpunkte der Sächsischen Schweiz”, die schon 1801 der Lohmener Pfarrer Carl Heinrich Nicolai in seinem ersten touristischen Wegweiser beschrieben hatte.

Krones Motivrepertoire der ersten photographischen Landschaftstour bildete den Ausgangspunkt einer über vier Jahrzehnte währenden Erweiterung.

Der Lebensweg von Hermann Krone

Das habe ich mir mal aus der Wikipedia “geklaut”. Hermann Krone (* 14. September 1827 in Breslau; † 17. September[1] 1916 in Laubegast) war ein deutscher FotografWissenschaftlerHochschullehrer und Publizist. Er gründete das Historische Lehrmuseum für Photographie in Dresden und gilt als einer der bekanntesten und besten Fotografen des 19. Jahrhunderts.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Krone

Krone, geboren als Sohn eines Lithografen und Enkel eines Buchdruckers, nahm nach dem Besuch des Elisabeth-Gymnasiums in Breslau 1843 ein naturwissenschaftliches Studium an der Universität Breslau auf. Im ersten Semester begann er mit fotografischen Experimenten und dem Bau einer Kamera.[2]

 
Gedenktafel für Hermann Krone in der Bastei

Ab 1849 studierte er an der Dresdner Kunstakademie und war für kurze Zeit ein Schüler Ludwig Richters. 1851 eröffnete er in Leipzig ein Fotoatelier. Da er dort jedoch als preußischer Staatsbürger Ausländer war, wurde er nach wenigen Monaten ausgewiesen und musste das Atelier an die Fotografin Friedericke Pommer abgeben. Krone siedelte daraufhin nach Dresden über, erlangte das Dresdner Bürgerrecht (und damit die sächsische Staatsbürgerschaft) und eröffnete 1853 hier erneut ein Fotostudio sowie eine private fotografische Lehranstalt.[3] Seine 1853 aufgenommene Serie des Elbsandsteingebirges markiert den Beginn der Landschaftsfotografie in Sachsen.

Hermann Krone gilt neben seinen epochalen fotografischen Leistungen als ein Begründer wissenschaftlicher Höhlenforschung Sachsens, er nahm genetische Studien und anthropospeläologische Arbeiten vor. 1856 fertigte er in der Sächsischen Schweiz eine der weltweit frühesten fotografischen Höhlenaufnahmen. Im wissenschaftlichen Verein ISIS berichtete er zusammenfassend über „Höhlen, Thore und Grottenbildungen in dem Sächsisch-böhmischen Elbtalgebirge“, legte Sinter aus Sandsteinhöhlen vor und machte mittelalterliche Funde in der später nach ihm benannten Kronehöhle (Sächsischer Höhlenkataster Nr. SH-57). Mit einer Reihe von Beispielen erläuterte er seine Gedanken zu einer Art Kondenswasserkorrosion in beschatteten Nischenbereichen.

Wer noch mehr über Hermann Krone wissen möchte, dem Empfehle ich wirklich den Eintrag in der Wikipedia. 

Hermann-Krone-Straße in Dresden

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