Preisschock: Benzin wird extrem teurer

Mit kräftigen Steuererhöhungen auf Benzin, Diesel und Heizöl verabschiedet sich die GanzGroßeKoalition aus CDU, CSU, SPD und Grünen ins neue Jahr. Benzin wird extrem teurer – zu Beginn gleich um 8 Cent.

Das nennt sich Klimapaket

Um uns vor dem ach so bösen Klima zu retten, haben Bund und Länder sich auf das sogenannte „Klimapaket” mit einer dramatisch erhöhten CO2-Steuer geeinigt. Diese Steuer wird auf fiktiv erzeugtes CO2 erhoben und auf den Preis von Diesel, Benzin und Heizöl drauf geschlagen.

Los geht es mit 25 Euro pro Tonne CO2 – mehr als eine Verdopplung im Vergleich zu den bisherigen Plänen (10 Euro). Danach geht es kontinuierlich aufwärts. So werden Benzin, Diesel und Heizöl also jedes Jahr teurer.

Schockpreis für Autofahrer

Für Autofahrer ist es ein brutaler Preisschock: Benzin wird bereits in der ersten Stufe des Klimapakets ab 2021 um 7 bis 8 Cent pro Liter teurer. Konkret würde die Preisstruktur – unabhängig von anderen Einflüssen wie Rohölpreisen auf den Gesamtpreis des Sprits – laut Berechnungen des Center Automotive Research (CAR) folgendermaßen aussehen:

  • 2021: Benzin plus 8,1 Cent pro Liter, Diesel plus 9,2 Cent pro Liter
  • 2022: Benzin plus 9,7 Cent, Diesel plus 11 Cent
  • 2023: Benzin plus 11,4 Cent, Diesel plus 12,8 Cent
  • 2024: Benzin plus 14,6 Cent, Diesel plus 16,5 Cent
  • 2025: Benzin plus 17, 9 Cent, Diesel plus 20,2 Cent

Senkung der Stromkosten als Placebo

Im Gegenzug zur Spritpreiserhöhung sollen die Stromkosten sinken, die durch die Energiewende in Form von EEG-Umlage und Netzentgelten verursacht werden. Das bedeutet für 2021 eine Senkung der EEG-Umlage von 5,4 Milliarden Euro, die Verbrauchern und Wirtschaft nur zum Teil zufließen sollen. Für einen „normalen“ Haushalt bedeutet dies eine Strompreissenkung von maximal 40 € im Jahr – also meistens eher weniger.

Allerdings steigen die Strompreise weiter, weil die Erzeugung per Windkraft und Solar teurer ist als herkömmlicher Strom. Es ist also keine dauerhafte Senkung. Damit steht fest: Die Strompreise werden nur vorübergehend sinken – Heizöl, Diesel und Benzin aber stufenweise jedes Jahr teurer. Mit etwas Glück wird im 1. Jahr die geplante Strompreissenkung die Mehrkosten auffangen. Da aber die Transportkosten für alle Güter teurer werden zahlen wir alle kräftig drauf.

Jahr für Jahr noch höhere Steuern

Benzin wird extrem teurer. Pendler sollen zwar durch eine geringfügige Erhöhung der Pendlerpauschale geschont werden, weil die ab dem 21. Kilometer geltende Pauschale für Fernpendler ab 2024 von 5 auf 8 Cent pro Kilometer erhöht wird. Aber die Preiserhöhungen kommen sofort und nicht erst 2024 und steigt immer weiter an.

Das bedeutet: Wird dürfen noch zur Arbeit fahren, um die höheren Preise verdienen zu können. Insgesamt bleibt bei der Umverteilung der größte Batzen wieder in den Händen des Staates, der es dann an die Oligarchen Deutschlands verteilt.

Hohe Benzin- und Dieselpreise fördern die Elektromobilität

Wenn man Autoexperten aus der Industrie zuhört, weiß man wo der Hase im Pfeffer liegt. Einer dieser Experten ist Ferdinand Dudenhöffer. Dudenhöffer ist einer der renommiertesten Autoexperten im deutschsprachigen Raum. Der 68-Jährige ist Professor an der Universität Duisburg-Essen und leitet das von ihm gegründete CAR – Center.

In einem Interview mit der Wiener Zeitung äußerte er sich folgendermaßen:

Das Wichtigste, was getan werden musste, hat bereits die EU-Kommission mit der Verschärfung der Abgasvorschriften erledigt. …….

Für die Steuersubventionen von Diesel gibt es überhaupt keine Grundlage und der aktuelle Dieselpreis ist eigentlich ein Killer-Kriterium für die Elektromobilität. Wenn sie den Autofahrern, die an der Tankstelle vorbeifahren, permanent zeigen, dass Diesel preisgünstig ist und dass man Diesel kaufen soll, dann kaufen die den auch. Die CO2-Steuer, an der man in Deutschland gerade arbeitet, wäre ein wichtiger Anreiz, um den Autofahrern auch bei den laufenden Kosten das Signal zu geben, dass Elektroautos eine Alternative sind. Unsere Politiker agieren aber häufig so, dass sie niemanden irgendwo wehtun, weil man damit möglicherweise Wähler verliert. Also macht man mehr als faule Kompromisse

https://www.uni-due.de/~hk0378/publikationen/2019/20190906_WienerZeitung.pdf

Klimarettung ist nur der Vorwand

Es geht ganz einfach darum das die Autoindustrie einen neuen Massenabsatzmarkt bekommt. Die deutsche Autoindustrie produziert, wie alle anderen Hersteller weltweit, auf Halde. Das kann man sich schon lange nicht mehr leisten. Und deshalb kamen die Grünen mit Gretel gerade recht.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.