Fleisch – Herkunft, Transport und Verarbeitung

Fleisch – Herkunft, Transport und Verarbeitung

Mit dem jetzigen Skandal um die Fleischfabriken von Tönnies fragen sich viele Menschen, was für Fleisch man nun kaufen kann. Vegetarier und Veganer werden natürlich sagen; am besten gar kein Fleisch. Doch nicht jeder ist bereit auf Fleisch zu verzichten.

Ich persönlich möchte nicht komplett auf Fleisch verzichten und schaue mir an wo das Fleisch herkommt. Ich kaufe hier in Laubegast bei der Fleischerei Lippmann ein. Ein sehr guter Fleischer ist auch die Fleischerei Starke. In Weixdorf ist die Fleischerei Sittmann eine sehr gute Adresse.

In allen drei Handwerkbetrieben ist es einfach die Herkunft des Fleisches herauszufinden, denn im Laden hängt immer eine aktuelle Hinweistafel dazu aus. Doch das ist nicht überall so.

Wie finde ich die Herkunft des Fleisches in den Supermärkten heraus?

Das ist nicht so einfach wie im Handwerk. Ohne weitere Recherche lässt sich das kaum herausfinden. Bei tierischen Fertigprodukten scheitert die Suche sogar ganz.

Und es gibt Ärzte, die sehen beim Verzehr von Tönnies-Fleisch echte Gefahren.

Ganz und gar nicht „unbedenklich“ findet Prof. Klaus-Dieter Zastrow, Chef des Hygieneinstituts in Berlin das Tönnies-Fleisch. Er erklärte gegenüber: „Das Fleisch ist brandgefährlichWenn es nicht stark erhitzt wurde, kann man es nicht mehr verwenden.“ Er warnte sogar: „Man kann jetzt nicht einfach die aktuelle Produktion abverkaufen, sonst geht damit noch mal eine richtige Viruswelle übers Land.“

https://www.merkur.de/verbraucher/corona-toennies-lidl-aldi-rewe-fleisch-guetersloh-nrw-produkte-schlachterei-produkte-zr-13806108.html

Wie man erkennen kann, wo das Fleisch herkommt möchte ich jetzt verraten…

Herkunftssuche über die Datenbank des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

Ein erster Hinweis auf die Herkunft ist das ovale Identitätskennzeichen auf der Verpackung. Es gibt an, in welchem EU-Staat – zum Beispiel DE für Deutschland – und Bundesland das Produkt zuletzt bearbeitet oder verpackt wurde. Dabei steht beispielsweise NW für Nordrhein-Westfalen. Mit Hilfe der fünfstelligen Zulassungsnummer lässt sich der Betrieb über eine Datenbank des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ermitteln.

Gibt es keine fünfstellige Nummer auf der Verpackung, können Verbraucher in der Datenbank auch den Firmennamen eingeben und sich zugehörige Betriebsnummern anzeigen lassen.

An ihre Grenzen kommt diese Suche allerdings bei verarbeiteten Lebensmitteln oder Fertigprodukten: Hier lässt sich die Herkunft einzelner Bestandteile für Verbraucher nicht nachvollziehen.

Grundsätzlich gilt: Fleisch sollte roh nur dann gegessen werden wenn es ganz frisch ist und man weiß wo es herkommt. Die Industrie kann und will das nicht leisten. Deshalb gehe ich zum richtigen Fleischer.

Ansonsten sollte Fleisch nur gut durcherhitzt gegessen werden – egal, von welchem Schlachthof es kommt.

Weitere Tipps zur Auswahl von Fleisch

Fleischauswahl: Das ist zu beachten

  1. Fleischqualität: Frisches Fleisch erkennen Verbraucher an Geruch, Oberfläche, Färbung und Marmorierung. Wer sich für Biofleisch entscheidet, unterstützt eine tiergerechte Haltung.
  2. Durchgehende Kühlung: Rohes Fleisch sollte kühl transportiert und aufbewahrt werden – im besten Fall nicht wärmer als vier Grad Celsius. Für den Transport gut geeignet sind Kühltaschen und -akkus. Auf der Fleischoberfläche vorhandene, krank machende Keime können sich dann nur langsam vermehren. Zwischen zehn und 65 Grad Celsius hingegen vermehren sich viele Bakterien besonders schnell – auch solche, die Lebensmittelinfektionen wie Durchfallerkrankungen verursachen können.
  3. Lagerung: Der beste Platz für Fleisch im Kühlschrank ist die Glasplatte über dem Gemüsefach. Bei verpacktem Fleisch aus dem Supermarkt, das länger als einen Tag im Kühlschrank aufbewahrt wird, muss die auf der Packung empfohlene Kühltemperatur – oft nur maximal zwei Grad – eingehalten werden. Sonst verliert das Mindesthaltbarkeitsdatum seine Gültigkeit.
  4. Unverpacktes Fleisch vom Metzger sollte möglichst am selben Tag oder spätestens am Folgetag zubereitet werden. Soll das Fleisch erst später zubereitet werden, besser zwischenzeitlich einfrieren oder verpackte Ware kaufen.
  5. Vorbereitung in der Küche: Rohes Fleisch sollte erst kurz vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank genommen werden. Das Fleisch darf auch nicht lange ungekühlt auf dem Tisch stehen. Bei größeren Fleischmengen daher zunächst eine kleine Menge verarbeiten und bei Bedarf für Nachschub aus dem Kühlschrank sorgen.
  6. Außerdem darf rohes Fleisch nie mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommen, die nicht mehr erhitzt werden. Besonders gilt das für rohes Geflügelfleisch: Dieses ist besonders häufig mit krankheitserregenden Bakterien belastet und sehr leicht verderblich. Wer rohes Fleisch angefasst hat, sollte sich daher gründlich die Hände waschen und abtrocknen, bevor er etwas anderes anfasst.

Weiter Infos zur Lebensmittelsicherheit gibt es hier:


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Ein Kommentar zu „Fleisch – Herkunft, Transport und Verarbeitung

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