Gedanken zum 13.Februar zur Zerstörung Dresdens

Zerstörte Dresdner Frauenkirche

Am 13.Februar gedenkt Dresden der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg, die sich in diesem Jahr zum 75. Mal jährt.

Ich habe eine Weile überlegt ob ich dazu was schreiben soll. Denn dieser Gedenktag wird von derartig vielen Menschen und Parteien missbraucht, dass einem ganz übel wird. Aber ich denke, dass man diesen Unmut auch mal auf den Punkt bringen muss. Deshalb diese Zeilen.

Meine Gedanken zum 13. Februar

Am 13.Februar 1945 wurde Dresden eingeäschert. Tausende Menschen starben, die Zahl der Verletzten wurde nie gezählt. Nachdem englische und amerikanische Bomber-Staffeln Dresden in ein Inferno verwandelt hatten, war von der Stadt nichts übrig. Von Leuten, die das miterlebt haben weiß ich, oder besser gesagt ahne ich, wie furchtbar das gewesen sein muss. Beim erzählen kamen die Tränen. Oder sie erschraken, weil sie sich an ein grausames Detail erinnerten und verstummten danach.

Das, was man früher unter Dresden verstand, existiert nicht mehr. Man geht hindurch, als liefe man im Traum durch Sodom und Gomorrha. […] Fünfzehn Quadratkilometer Stadt sind abgemäht und weggeweht.“

Erich Kästner

Mit anderen deutschen Städten geschah das gleiche. Hamburg, Köln, Magdeburg und Leipzig wurden ebenfalls in Trümmerfelder verwandelt. So wie vorher Moskau, Warschau, Prag und Königsberg.

Der Angriffskrieg der Deutschen war vorbei. Jetzt war es der Angriffskrieg der Russen, Franzosen, Briten und Amerikaner. Deutschland war ein reiches Land, und es gibt viel zu holen. Doch man gab sich nicht mehr mit einem einfachen Sieg zufrieden. Deutschland sollte jetzt erobert werden. Deutschland sollte jetzt bezahlen. Und Deutschland hat bezahlt; mit einem hohen Blutzoll, Gold und Fabriken und natürlich mit Erniedrigung.

Es sollte uns eine Lehre sein

Man müsste nun denken, dass wir aus diesen Katastrophen gelernt haben.

Haben wir aber nicht. In Europa haben wir in den letzten 75 Jahren Glück gehabt. Doch wenn man sich auf der Welt umgeschaut, leisten Kriegsverbrecher nach wie vor ganze Arbeit.

Die Liste der in jüngster Geschichte von Kriegsverbrechern zerstörten Städte in der Welt wächst immer weiter. Bagdad, Tripolis, Idlib, Mostar, Zagreb, Mossul, Hanoi, Aleppo. Die Liste ließe sich noch mehrere Seiten weiterführen. Jede dieser Städte erlebte ihren 13.Februar.

Noch länger ist die Liste der Kriegsverbrecher. Hitler, Stalin, Roosevelt, Churchill, Obama, George Bush, Jimmy Carter, Mao, Tony Blair, Assad, die Clintons und so weiter und so fort…

Und dann fallen mir gerade Die ein, die für neue Kriege trommeln.

Typen wie Ursula von der Leyen, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Polens Präsident Duda, und Bundestagsabgeordnete wie Johann Wadephul, der von einer nuklearen Bewaffnung Deutschlands träumt oder die Russen-Hasserin Marieluise Beck. Auch unser Bundespräsident sollte nicht unerwähnt bleiben.

Ja, der Frank-Walter Steinmeier kommt nach Dresden. Und ausgerechnet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält die Gedenkrede zum 75. Jahrestag der Zerstörung Dresdens am 13. Februar im Kulturpalast. 

Es ist die Stunde der Heuchler

Frank-Walter Steinmeier ist einer von denjenigen die immer wieder “mehr Verantwortung” der deutschen fordern.

In`s Deutsche übersetzt heißt das: deutsche Soldaten sollen wieder auf der Welt Krieg führen. Am deutschen Wesen soll die Welt genesen; oder so ähnlich.

Und so einer will der Kriegstoten gedenken?

Den Rechten wird zurecht vorgeworfen, dass sie das Gedenken an die Zerstörung Dresdens und anderer Städte missbrauchen. Doch das gleiche machen unsere Kriegsverliebten Politiker eben auch. Genauso wie die Linken. Im Zweifel holen die alle die Knarre raus.

Doch was machen wir nun mit dem Gedenken?

Zerstörte Dresdner Frauenkirche

Ich glaube, wir sollten da eine Schraube zurückdrehen, und alle politisch motivierten Demonstrationen an diesem Tag verbieten. Ich finde das ein Gedenk-Ort ausreicht. Der Platz vor der Frauenkirche wäre z. B. gut. Vielleicht können wir noch ein überdimensionales Plakat mit der damals zerstörten Frauenkirche aufhängen.

Irgendwelche schlaue Reden brauchen wir nicht. Es reicht vollkommen, wenn in der ganzen Stadt die Kirchenglocken läuten. Zünden wir doch einfach alle eine Kerze an und gehen friedlich nach Hause und unterhalten uns darüber wie schön das Leben sein kann. Die Toten können wir nicht mehr aufwecken. Aber wir können den nächsten Generationen den Frieden schenken.

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