Propaganda und Lüge

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 1789

Propaganda und Lüge – Wenn man eine Lüge nur oft genug wiederholt, wird diese zur Wahrheit.

– Das ist eines der wichtigsten Prinzipien von Propaganda


Warum werden Geschichten nur deshalb geglaubt, weil sie in der Zeitung stehen? Offensichtlich ist das nur ein Reflex.

Mir ist es oft passiert das man mir eine Geschichte erzählt hat, die in der Zeitung stand und offensichtlich falsch ist. Ich möchte das erst mal nicht bewerten. Es muss ja nicht unbedingt eine Absicht dahinter stecken.

Ich habe mir schon vor langer Zeit angewöhnt, Geschichten nachzuchecken. Meistens ist das ganz einfach. Man checkt die Quellen. Sucht sich gegebenenfalls noch eine andere Quelle um sicher zu sein. Manchmal rufe ich auch die Betroffenen an.

In den meisten Fällen habe ich mit meinem Misstrauen recht gehabt. Und das verrückte ist, das selbst in Lokalnachrichten oft Tatsachen verdreht werden.

Was aber ganz schwierig ist, ist diese Geschichten wieder gerade zu rücken.

Die häufigsten Antworten die ich bekomme um eine Geschichte gerade zu rücken sind folgende:

  1. Es hat in der Zeitung gestanden, dann stimmt das.
  2. Warst Du dabei?
  3. Ich will jetzt nicht mit Dir streiten.
  4. Dort hat es auch so gestanden – passiert meistens wenn alle Zeitungen die gleiche Pressemeldung abschreiben…
  5. Was regst Du dich auf
  6. Das steht nicht umsonst so dort
  7. Ein bisschen was wahres wird schon dran sein. und als 8. der Klassiker
  8. Die lügen doch eh alle

Was ich sehr selten erlebe ist die Frage, warum ICH denke, das die Nachricht falsch ist.

Ich weiß natürlich das jeder seine eigene Sichtweise und eigenen Standpunkt hat. Wenn mir aber die Zeitung sagt das die Blume blau war und ich raus finde das die Blume grün und gelb ist, dann sollte das als Begründung reichen. Was wird aber gemacht?

Mir wird erklärt, das gelb und grün zusammengemischt blau ist und die Zeitung recht hat. Das geht sogar soweit, das Leute, die in einem Bereich arbeiten worüber ständig in der Zeitung falsch oder unvollständig berichtet wird, zu mir sagen:

– Ein bisschen was stimmt ja an dem Bericht. Es ist ja nicht alles falsch. Etwas wahres ist ja dran.

Es kommt aber Niemand auf die Idee zu sagen; Wenn in der Geschichte was falsches steht, das die Geschichte gelogen ist.

Diese Relativierung als Ausrede zu benutzen findet sich praktisch überall wenn Medien berichten.


Regierungen sind pathologische Lügner und das trifft eben genauso auf deren Medien zu!

Meine Oma pflegte zu sagen: Wessen Brot ich es, dessen Lied ich sing.

Propaganda und Lüge Zeit
Propaganda und Lüge

Ist es eine Lüge wenn man wesentlich Dinge weglässt? Halbwahrheit sind die große Schwester der Lüge!

Was sind Halbwahrheiten?

Eine Halbwahrheit ist eine absichtlich gefilterte Wahrheit.

Eine Geschichte wird in seinem Ganzen umfassend wahrgenommen. Dann beginnt der Schreiber zu überlegen: Kann mir die vollständige Mitteilung meiner Beobachtung eher nutzen oder schaden? Was passiert wenn ich diesen oder jenen Teil eher betone und eine andere Komponente eher beiläufig erwähne. Denn genau diese Einzelheit könnte das Bild, das ich von der Sache schreiben will, trüben.

Lasse ich aber wichtige Punkte in der Geschichte weg und bringe den Rest wahrheitsgetreu zur Sprache, dann habe ich mich einer Halbwahrheit bedient.

Die Halbwahrheit ist die größere Schwester der Lüge. Sie ist noch gefährlicher als die Lüge, weil sie in einem harmloseren und moralistischeren Gewand daherkommt. Wenn man nicht lügt, tut man ja nichts schlimmes.

Aber das Ziel der Halbwahrheit ist das selbe: DESINFORMATION!

Der Zuhörer soll eben kein exaktes Abbild der Realität geliefert bekommen, sondern eines, das dem Wunsch des Erzählers entspricht. Der Erzähler will seine Zuhörer in seinem Sinne manipulieren.

Er will Macht über die Gedanken und Meinungen seiner Leser, denn dann ist am ehesten gesichert, dass diese Leute, die sich seine Ansichten zueigen gemacht haben, diesen auch folgen.

In diesem Augenblick hat er die Macht über diese Leute. Dann kann er sie seinen Zwecken dienstbar machen, sie beherrschen und auf ihre Kosten leben.

Lügen und Halbwahrheiten gehören heute ganz selbstverständlich zum alltäglichen politischen Geschäft, bei Politikern wie in den Medien. Jean-Claude Juncker, der gegenwärtige Präsident der Europäischen Kommission, stellt im April 2011 unumwunden klar: „Wenn es ernst wird, muss man lügen.“ Und natürlich ist es in der Politik immer ernst.

Propaganda und Lüge für die Illusion von Demokratie

Wahlen sind nur ein nebensächlicher Aspekt der demokratischen Willensbildung. Von den Machteliten werden sie jedoch gerne in den Vordergrund gestellt, weil sie besonders geeignet sind, im Volk eine Illusion von Demokratie zu erzeugen.

Mit einer solchen Illusion lässt sich der natürliche Widerstand gegen eine gesellschaftliche Fremdbestimmung lahmlegen. In oligarchischen Strukturen, wie sie auch bei uns zu finden sind, sind sie ein Instrument der Herrschaftssicherung, das besonders geeignet ist, Veränderungsbedürfnisse zu neutralisieren und in eine gewünschte Richtung zu lenken.

Machteliten machen daher, trotz ihres grundsätzlichen Misstrauens dem Volk gegenüber, gerne von Wahlen Gebrauch. Dies gilt selbst für autokratische Herrschaftsformen. Benito Mussolini hat eine entsprechende Haltung zu Wahlen besonders unverblümt zum Ausdruck gebracht (4. Oktober 1922): „Alle können wählen, bis zur Langeweile, bis zur Verblödung.”

Letztendlich geht es darum eine Apathie des Wahlvolkes zu erreichen. Es soll ein Mangel an Gemeinwesen hergestellt werden. Jeder soll sich nur der Nächste sein. Niemand soll “Die da Oben” in Frage stellen. Und genau dafür läuft die Propaganda. Mit Hilfe der Medien werden Feindbilder geschaffen, damit sich die Menschen bekämpfen.

Die wohl beliebteste Methode, Menschen aufeinander zu Hetzen, ist Rassismus.

Wenn man das zusammenspiel von Propaganda und Lüge studieren will sollte man sich mit Rassismus beschäftigen. Rassismus ist in der ganzen EU ein ständig präsentes Thema. Man fragt sich natürlich, warum das so ist.

Und das hat einen ganz einfachen Grund. Die Machteliten wissen eines ganz genau. Wenn sich das Volk gegenseitig bekämpft, dann lässt es “Die da oben” in Ruhe.

Bei keinem politischen Thema läuft die Propagandamaschine mehr heiß, als beim Thema Rassismus! Die gleichen Medien, die vorgeben gegen Rassismus zu sein, befeuern diesen am meisten. Dazu brauch man sich nur verschiedene Titel von BILD, SPIEGEL usw ansehen. Und meistens wird dort mit Halbwahrheiten gearbeitet.

Propaganda und Lüge in den Medien
Propaganda und Lüge in den Medien

Wie können wir nun aus diesem ganzen Dilemma ausbrechen?

Wenn wir den Mut aufbringen die prinzipielle Gleichwertigkeit aller Menschen anzuerkennen. Hören wir endlich mit der Glorifizierung der Starken und der Verachtung der sozial Schwachen auf.

Setzen wir endlich die Errungenschaften der Aufklärung von 1789 durch. Nehmen wir die  Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, die 1789 von der französischen Nationalversammlung beschlossen wurden, einfach ernst.

Artikel 1: Die Menschen werden frei und gleich an Rechten geboren und bleiben es. Gesellschaftliche Unterschiede dürfen nur im allgemeinen Nutzen begründet sein.

Artikel 2: Der Zweck jeder politischen Vereinigung ist die Erhaltung der natürlichen und unantastbaren Menschenrechte. Das Ziel einer jeden politischen Vereinigung besteht in der Erhaltung der natürlichen und unantastbaren Menschenrechte. Diese Rechte sind Freiheit, Sicherheit und Widerstand gegen Unterdrückung.

Artikel 3: Der Ursprung jeder Souveränität liegt ihrem Wesen nach beim Volke. Keine Körperschaft und kein Einzelner kann eine Gewalt ausüben, die nicht ausdrücklich von ihm ausgeht.

Artikel 6: Das Gesetz ist der Ausdruck des allgemeinen Willens. Alle Bürger haben das Recht, persönlich oder durch ihre Vertreter an seiner Gestaltung mitzuwirken. Ob es schützt oder straft: es muss für alle gleich sein. Da alle Bürger vor ihm gleich sind, sind sie alle gleichermaßen, ihren Fähigkeiten entsprechend und ohne einen anderen Unterschied als den ihrer Eigenschaften und Begabungen, zu allen öffentlichen Würden, Ämtern und Stellungen zugelassen.

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